
Feldbrand #9-14
| Datum: | 09.08.2014, 20.29-21.58Uhr |
| Einsatzart: | B3 Großbrand |
| Einsatzort: | Keulenberg |
| Erläuterung: | Feldbrand |
Am 08.08.2014 wurden wir um 20:29 Uhr wegen eines Feldbrandes in unserer Ortslage alarmiert.
Nachdem in den umliegenden Orten die Sirenen aufheulten, erklang wenige Sekunden später auch unserer „Ochse“. Eine große dunkle Rauchwolke über dem Keulenberg ließ uns schnell erahnen was da auf uns zukam. Nach der kurzen Anfahrt zur Einsatzstelle bot sich uns das nicht erhoffte Bild einer großen Brandfläche auf dem abgeernteten Getreidefeld.
Wenige Meter neben der Brandfläche eilte noch ein Mähdrescher hin und her, um den Abstand zwischen dem nicht abgeernteten Feld und der Brandstelle zu vergrößern, um so ein übergreifen zu verhindern.
Durch die nun vorgenommenen Nachalarmierungen der Tanklöschfahrzeuge von Königsbrück und Großröhrsdorf und des nahe stationierten HLFs von Gersdorf wurde aus dem anfänglichen Einsatz Klasse-Brand2 (Mittelbrand) ein Einsatz der Klasse Brand3 (Großbrand).
Typisch für solche Feldbrände ist, dass sie sich schon durch leichte Winde schnell ausbreiten. Deshalb begannen die eingetroffenen Löschfahrzeuge sofort mit der Bekämpfung der weiteren Brandausbreitung. Denn das Feuer bedrohte den nahen bepflanzten Feldhain. Im Zuge der ersten Brandbekämpfung wurde dann festgestellt, dass es sich nicht um 1 Brandherd handelte, sondern, dass es auf 3 verschiedenen Stellen brannte. So wurden die Einheiten aufgeteilt um keinen Brand außer Kontrolle geraten zu lassen. In unserer Ortslage wurde an einem Teich eine Wasserversorgung zum betanken der Löschfahrzeuge eingerichtet.
Nachdem alle der Großteil der alarmierten Kräfte eingetroffen waren, konnten die Brände schnell unter Kontrolle gebracht werden. Hilfreich dafür waren auch die herbei geeilten Zugmaschinen der AGRAR AG, welche mit Pflügen Schneisen um die Brände zogen und so eine Ausbreitung endgültig verhinderten.
Nach ca. 45 Minuten waren nur noch kleinere Restablöschungen notwendig, so dass die ersten Wehren wieder abziehen und auch sich auf Anfahrt befindliche Löschfahrzeuge zurück beordert werden konnten.
Nach dem Einsatz klärte sich für uns auch die Entstehung der 3 Brandherde auf. Ein junger Mann war mit seinem PKW über das Feld gefahren, um so, nachdem er sich verfahren hatte, den richtigen Weg zu erreichen.
Folgende Wehren wurden in der ersten Phase alarmiert:
Oberlichtenau, Großnaundorf, Friedersdorf, Pulsnitz
Nachalarmiert wurden:
Steina, Reichenbach, Königsbrück, Großröhrsdorf, Gersdorf
Kritisch betrachten muss man, dass dieser Einsatz schon der zweite des Jahres 2014 war, bei dem die Alarmierung der Rettungskräfte durch ein Fehlverhalten hinausgezögert worden ist. Denn es wurde wiederholt erst versucht jemanden von der Feuerwehr via Handy anzurufen, anstatt gleich über die 112 den Notruf zu erreichen. Glücklicherweise gingen beide Einsätze glimpflich ab, was aber nicht bedeutet, dass dies immer der Fall sei. Im schlimmsten Fall kann es zu ernsten Schäden für Mensch und Tier kommen.
Deshalb: IMMER DIREKT DIE 112 ANRUFEN!
Gleichfalls ist zu kritisieren, dass es den Einsatzkräften stellenweise unmöglich gemacht wurde, die Einsatzstelle überhaupt zu erreichen. Schaulustige hatten die Zufahrtswege mit ihren PKWs zugeparkt und zeigten größtenteils auch keine Einsicht die Wege wieder frei zu machen.
