
Scheunenbrand am Uferweg
Am 04.04.2010 um 23.52 Uhr wurden die Ortswehren Oberlichtenau , Friedersdorf und Pulsnitz und die FF Großnaundorf zu einem Scheunenbrand auf den Uferweg in Oberlichtenau (Dreiseithof) alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte mit dem LF 8/6 stand eine ca. 20×8 m große Scheune in überwiegend Holzbauweise im Vollbrand. Der Brand griff bereits auf ein unmittelbar angrenzendes Stallgebäude über und durch die enorme Hitzeentwicklung war auch das ca. 6m entfernte Wohnhaus in höchster Gefahr.Sofort wurde eine Riegelstellung aufgebaut und das Wohnhaus, aus welchem die Bewohner schon geflüchtet waren, abgeschirmt. Auch der mittlerweile freistehende Giebel der Scheune in Ziegelbauweise blieb glücklicherweise stehen und schirmte die Hitze mit ab. Damit konnte ein Übergreifen verhindert werden und das Wohnhaus blieb bis auf geschmolzene Jalousien/Dachrinnen und gerissene Fensterscheiben verschont. Auch an einem weiteren Wohnhaus in 15m Entfernung rissen die Fensterscheiben durch die extreme Hitze.
Nach dem Eintreffen der weiteren Kräfte, konnte mit einem massiven Löschangriff begonnen werden. Zeitweise waren bis zu 8 C-Rohre und das Wenderohr der Pulsnitzer Drehleiter im Einsatz. Dabei gab es Probleme mit der Wasserförderung aus dem Fluss „Pulsnitz“, welcher unmittelbar an der Einsatzstelle vorbeifließt, jedoch recht flach ist. Dieser musste erst mit Leiterteilen angestaut werden bzw. an anderer Stelle kam der Flachsauger der OW Friedersdorf zum Einsatz. Auch war zwischen der Scheune und dem Stall unter einem Schauer ein Wohnmobil abgestellt, welches total ausbrannte und in dem Gasflaschen vermutet wurden. Dies bestätigte sich später. Es kam aber zu keiner Explosion sondern die 20 kg-Flasche brannte aus. Nach ca. 1,5 Stunden war der Brand unter Kontrolle und es konnte mit der Restablöschung begonnen werden. Zwischenzeitlich war auch der diensthabende Kreisbrandmeister Kam. Fechner an der Einsatzstelle.
Gegen 02.30 Uhr wurden die ersten Kräfte (Großnaundorf, Friedersdorf) aus dem Einsatz gelöst und gegen 3.30 Uhr fuhren auch die Kräfte aus Pulsnitz zurück und es wurde mit der Brandwache begonnen. In deren Verlauf mussten noch ein paar mal Glutnester abgelöscht werden. Gegen 10.00 Uhr traf der Brandursachenermittler der Polizei ein und nahm seine Arbeit auf. Anschließend wurde die gesamte Brandstelle noch einmal mit Netzwasser bzw. Mittelschaum abgedeckt um letzte, durch Schutt verdeckte Glutnester abzulöschen. Ein bestellter Radlader der Agrar-GmbH Gersdorf schob dann noch denn Giebel ein, da dieser stark einsturzgefährdet war. Gegen 12.09 Uhr am 05.04.2010 war dieser Einsatz nach der Übergabe an den Eigentümer beendet.
Im Einsatz waren ca. 60 Kameraden der Feuerwehr, die Kameraden der SEG Rotkreuz Oberlichtenau, Rettungsdienst, Polizei und Brandursachen Ermittler.







